Suchdienst

60 Jahre DRK-Suchdienst
Die Arbeit des Suchdienstes wird in verschiedene Bereiche untergliedert:
Nachforschungen nach Kriegs- und Zivilgefangener sowie nach Wehrmachtsvermissten und Zivilverschleppten des 2. Weltkrieges, einschließlich der Insassen der ehemaligen sowjetischen Sonderlager in der früheren SBZ bzw. DDR, Zusammenarbeit mit Archiven in der ehemaligen Sowjetunion und anderen osteuropäischen Staaten
Kindersuchdienst – Trennung von den Eltern
und den Geschwistern durch Kriegswirren
des 2. Weltkrieges
Nachforschungen nach Vermissten/Verschollenen
als Folge von weltweiten Konflikten und Katastrophen
Amtliches Auskunftsbüro, ortsnaher Ansprechpartner bei Katastrophen.
Der Suchdienst ist eine satzungsgemäße Aufgabe des DRK. Er wird auf Bundes-, Landes- und Kreisverbandsebene wahrgenommen. Entstanden ist der Suchdienst unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkrieges als dessen Folge. Seit 1958 nimmt das Deutsche Rote Kreuz Suchdienstaufgaben auf Grund einer Vereinbarung mit der Bundesregierung wahr.
Diese Aufgabe besteht in der Suche nach ehemaligen Soldaten und Zivilisten, die seit dem 2. Weltkrieg vermisst werden.
Am Ende des 2. Weltkrieges war jeder 4. Deutsche entweder ein Suchender oder ein Gesuchter. Auch heute sind noch über 1,4 Mio. Schicksale ungeklärt. Die Angehörigen sind immer noch im Ungewissen über den Verbleib der Vermissten. Die tief greifenden politischen Veränderungen in den osteuropäischen Staaten und die Wiedervereinigung haben neue Möglichkeiten der Nachforschungen erschlossen.
Durch die Öffnung von Archiven in der ehemaligen UdSSR werden seit Anfang der 90er Jahre erstmals Informationen verwertbar, die Jahrzehnte lang nicht zugänglich waren. Seit ihrer Öffnung konnte der Suchdienst bisher rund 200.000 Schicksale abschließend klären. Nach einer neuen Absprache mit dem russischen staatlichen Militärarchiv in Moskau werden dem Suchdienst zwei Millionen Personalakten von Kriegsgefangenen und Zivilinternierten zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht die Klärung von weiteren Schicksalen.
Auch in der heutigen Zeit nimmt der Suchdienst unseres Kreisverbandes ebenfalls Anfragen nach dem Verbleib von Vermissten entgegen. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz und den Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften wird verwucht, den Kontakt wiederherzustellen. Gerade in Konfliktgebieten ist der Weg über das Rote Kreuz oftmals die einzige Möglichkeit, miteinander Verbindung aufzunehmen bzw. zu halten und die Voraussetzungen für die Wiedervereinigung getrennter Familien zu schaffen.
Der Suchdienst setzt sich in Kriegen und Katastrophen dafür ein, das Schicksal der Vermissten zu klären und den Kontakt zu ihren Angehörigen wiederherzustellen. Seit seiner Gründung im Jahre 1945 hat der DRK-Suchdienst im Auftrag der Bundesregierung 16 Millionen Menschen wieder zusammengeführt.
Wenn Sie Fragen zum Suchdienst oder Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit haben, wenden Sie sich bitte an uns,
Ansprechpartnerin ist
Frau Cornelia Pahl,
Telefon: 02064 - 44 68 24,
Beratungszeit Mo.-Do. 8:00 - 13:00 Uhr,
Heinrich- Nottebaum- Str. 24
46535 Dinslaken
E-Mail: cornelia.pahl@drk-nordrhein.net

